Berichte

06.05.12 - altes Blech am Norderstedter Feuerwehr-Museum

Die Details stehen auf unserer Startseite, hier kommen die Bilder: 

 

Gleich neben dem FeKw stand publikumswirksam die herrlich lärmende und abgasende TS 2/5 vom museumseigenen Selbstschutz-Löschkarren aus BLSV-Zeiten, um den Kindern beim Zielspritzen das nötige Wasser zu liefern:

Bilder von der wirklich gut gemachten Bevölkerungsschutz- und Katastrophenhilfe-Ausstellung im Gebäude finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

16.04.12 - die FF Wandsbek-Marienthal unterstützt unsere nötige Räumung mit Manpower

20 Frauen und Männer der FF Wandsbek-Marienthal räumten eine Stunde lang die zuvor gepackten Kisten sowie einige Großgeräte aus den oberen Stockwerken in das Erdgeschoß hinunter. 

 

15.04.12 - Oldtimertreffen Ellringen mit ASB-Vogelscheuchen an Krad und KTW

Morgens um kurz nach 7:00h galt es, den besten Platz zu sichern, ... 

... denn das weit über die Grenzen des Landkreises Lüneburg bekannte Treffen lockt bei gutem Wetter über 800 Fahrzeughalter mit ihren Ausstellungsstücken von Mofa bis LKW sowie tausende Besucher an.

Die museumseigenen Vogelscheuchen, bestückt mit den passenden ASB-Anzügen und beschwert mit den Steinen der bunkereigenen ABC-Lüftungsanlage, kamen sehr gut an und stellten eine willkommene Abwechslung zur reinen Fahrzeugschau dar. Zwei große und farbige Text- und Bildtafeln erklärten die beiden ausgestellten KatS-Fahrzeuge und ordneten sie historisch ein. 

24.03.12 - Großräumtag im Bunker

Wir leben auf gepackten Koffern: 

Und damit aus solchen Räumen ...

... jene werden ...

... bedarf es vieler helfender Hände. An diesem Wochenende hatten wir davon reichlich vor Ort. Um einen Eindruck von der Arbeit zu vermitteln, die es macht, wuchtige Exponate z.B. aus dem fünften Stockwerk nach unten zu befördern, haben wir ein paar Bilder von der Abwärtsfahrt unserer Turbinen-TS des LS-Brandschutzdienstes (Wasserförderbereitschaft) eingestellt: 

So geht das Stockwerk für Stockwerk. Aber letztendlich wird auch sie von unseren Helfern sicher in den Bunkerhof zur Verladung geschafft. Und vom Hund bewacht.

 

19.03.12 - neue Bilder vom Rückbau

Die Warndienstnische samt Sirene, Luftlagekarte und Sirenensteuerungsplatz einst und jetzt: 

Das Hilfskrankenhaus...

...ist abmarschbereit verpackt:

Außerdem wurden folgende Fachdienste des LSHD aus dem Einsatz wieder in die Bereitstellungsräume zurückgezogen:

- LS-ABC-Dienst

- LS-Bergungsdienst

- LS-Fernmeldedienst

- LS-Veterinärdienst

Auch der Selbstschutzzug des BLSV bereitet sich auf seinen Umzug vor:

Wir packen bereits auch die 70er bis 90er Jahre in Kisten; hier links im Vordergrund zu sehen der ABC-Dienst, hinten der Sanitätsdienst und rechts daneben der Betreuungsdienst:

Hier 2x ein Blick in den bunkereigenen Rettungsraum 2011 und 2012:

17.03.12 - Die Deichwacht baut ihren Ausstellungsbereich ab

Eine kleine, regionale Hilfsorganisation aber eine lebenswichtige: Die Deichwacht, am ersten Jahrestag der 62er Februarsturmflut gegründet, stellte sich und ihre Arbeit in einer Nische im sechsten Stock vor; gleich zwischen dem THW und den privaten Sanitätsorganisationen.  

Heute begannen Deichwacht-Helfer mit dem Rückbau des von ihnen konzipierten Themenraumes.

 

07.03.12 - Die ersten Exponate werden "fremdausgestellt"

Seit heute und noch bis zum 13. Mai bereichern Teile unseres LSHD, des Warndienstes, der Bunkerküche sowie Einzelstücke aus anderen Bereichen die Sonderausstellung "Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe" im Feuerwehrmuseum Schleswig-Holstein, Friedrichsgaber Weg/Norderstedt. Das Feuerwehrmuseum ist damit die erste Einrichtung, die Exponate von uns ausstellt. 

Das Museum ist jeden Mittwoch bis Sonnabend von 15.00 bis 18.00 Uhr und sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

 

20.02.12 - Die Umzugskartons werden gefüllt

Der BVS-Infostand wanderte von der Fußgängerzone im sechsten Stock in den Keller unseres ersten Vorsitzenden. Die Selbstschutzausstellung wird nun von ihm ein wenig umgestrickt, um zusammen mit dem passenden Transportfahrzeug, seiner ehemaligen FAASt vom Bremer BVS, als mobile Ausstellung einsetzbar zu sein. 

Ebenfalls zusammengepackt, allerdings noch nicht abgeholt, haben wir den LS-Sanitätsdienst. Der Feld-OP wird zunächst im Rahmen der Sonderausstellung "Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe" im Landesfeuerwehr-Museum Schleswig-Holstein zu sehen sein, bevor er im Juni in die Sanitätsdienstausstellung des AK Zeitgeschichte im DRK-KV Mettmann umziehen wird. 

Auch der private Hausschutzraum hat schon bessere Zeiten erlebt; Vati hat nun seine schicken Sandalen erst einmal weggestellt... 

 

12.02.12 - Die innerdeutsche Grenze wird nun auch bei uns abgetragen

"Wenn es Dir hier nicht gefällt, dann geh doch nach drüben!" Diesen Satz kann man nun, über 20 Jahre nach der Wiedervereinigung, auch bei uns nicht mehr sagen: Unsere Grenzanlage, mit der wir im fünften Stock thematisch von BLSV, LSWD und LSHD überleiteten zum Luftschutz und der Zivilverteidigung der DDR, wurde heute abgebaut und verpackt. Die Exponate werden zukünftig in die Ausstellung des Ostsee-Grenzturms Kühlungsborn einebunden.

04.02.12 - Ende des Museumsprojektes Bramfelder Straße = Anfang der dezentralen Ausstellungskonzeption

Der Abtransport unserer Exponate hat begonnen. Den Anfang machten unsere beiden HLS, die im Außengelände lagernd auch im von der Mitgliederversammlung abgelehnten Standort Hachmannplatz/Hauptbahnhof keinen Platz mehr gefunden hätten. 

Von Hamburg in die Welt - diesen Werbeslogan der Harburger Tempo-Werke könnte man nun auch auf unsere Sammlungsbereiche anwenden. Die beiden HLS wurden am Wochenende von einem Sirenen sammelnden Vereinsmitglied nach Steinau an der Straße gezogen.

01.01.12 - Frohes neues Jahr, die Bunkerfassade strahlt in neuem Glanz

Im Zuge der Renovierung des angrenzenden Nebenhauses wurde auch unserer Süd-Fassade ein neuer Anstrich verpaßt. 

Nette Idee, schönes Outfit - aber wenn man bedenkt, daß der Bunker spätestens zum Jahresende verkauft werden soll und dann (weil sein Grundstück so klasse ist) wahrscheinlich einfach eingeebnet wird...

 

Das geschah 2011:

 

20.08.11 - Katastrophenschutztag Cuxhaven  
21.08.11 - Oldtimertreffen Winsen (Luhe)

An dem groß angelegten und gut organisierten Katastrophenschutztag an der Elbmündung nahm auch eine kleine Abordnung unseres Museumsvereins teil: Unser ehemaliger Erster Vorsitzender Knut Köpke und unser amtierender stellvertretender Vorsitzender Olaf Braasch reisten mit ihren KatS-Oldtimern an die Nordseeküste, um für unser Museum zu werben. Im Gepäck hatten sie ca. vier Stunden Filmmaterial aus den 60er bis 80er Jahren, das im Infozelt der Stadt Cuxhaven vorgeführt wurde.   

Im Innern des Ford-KTW transportierte Braasch auch sein ASB-Meldekrad auf den Kämmererplatz.

Im Hintergrund der abtrassierte Bereich für die Schauübungen von THW, Rettungsdienst und Feuerwehr, wir standen neben der Wasserschutzpolizei quasi direkt im Zentrum des Geschehens. Daher fand der kleine Zweitakter ebenso reges Interesse wie die ausgebreitete ABC-Ausstattung auf dem ErkKw-Kofferraum.

Absoluter Publikumsliebling war jedoch der stets zu einem Gekraultwerden bereite Hund "Hase" unseres stellvertretende Vorsitzenden.

Unsere drei Fahrzeuge symbolisierten den KatS der 80er Jahre - das ist noch nicht lange her. Und doch eine Ewigkeit, wie man vor allem an den Reaktionen der vorbeischlendernden Helfer der teilnehmenden Organisationen erkennen konnte.

Hoch hinaus: Neben dem unserem Meldekrad lud die Drehleiter zum Rundumblick ein. Was in Cuxhaven sonst noch so lief: Link.

Szenenwechsel: Da das Meldekrad nun schon im KTW verzurrt und das FHZB-Werbematerial eingeladen war, nahm unser stellvertretender Vorsitzender am Sonntag (21.08.) auch noch das Oldtimertreffen am Winsener Schloß mit. Hier stellte er die beiden ASB-Fahrzeuge zu den rot lackierten von Feuerwehr, LS-Brandschutzdienst und Post-KatS.

Obwohl über 1.500 klassische Autos, Transporter, LKW, Traktoren und Motorräder die Winsener Innenstadt bevölkerten, handelte es sich um den einzigen Ford Transit! Auch an diesem Tag dienten die alten Fahrzeuge also wieder hervorragend dazu, mit Menschen zwanglos ins Gespräch zu kommen

 

Das geschah 2010:

 

01.07.10: Raumfüllendes ZS-Emblem als Teppich im Versammlungsraum

Im Vortrags- und Versammlungsraum laufen wir nun über edlen Teppichboden! Das raumfüllend große ZS-Emblem war noch vor drei Wochen Bestandteil des BBK-eigenen Messestandes auf der Interschutz.

Wir durften ihn zum Messeende aufrollen und nach Hamburg mitnehmen. Unser Kassenprüfer Matthias Penkalla aus Garbsen bei Hannover mietete sich nun zwei Tage im Bunker ein und verlegte das gute Stück.

Komplett bestuhlt sieht der Raum nun so aus:

02.06.10 - die Handelskammer kommt: Unser Versammlungsraum wird Tagungsstätte

Heute Abend tagte erstmalig in unserem Museum der "Arbeitskreis Wirtschaftsschutz" der Handelskammer Hamburg. Dabei bestand auch die Gelegenheit, den rund 20 anwesenden Wirtschaftsvertretern das Museumsprojekt vorzustellen. 

Für ein ebenso arbeitskreisstandesgemäßes wie zivilschutzhistorisch-korrektes Ambiente sorgen u.a. Bettlagen aus dem Hilfskrankenhaus Oedeme als Tischdecken. Das "Zivilschutz JA"-Plakat aus den frühen 70er Jahren wird nach der Leipziger INTERSCHUTZ-Messe von unserem Team umgehend wieder richtig aufgehängt werden, wir entschuldigen uns für diesen Patzer in der Bildmitte.

Im Anschluss an die Sitzung führte Vereinsmitglied Claus Tiedemann (vorne rechts) die Teilnehmer durch das Museum.

03.02.10: Dieser Winter kostet...

In den letzten Jahren kamen wir immer mit einen blauen Auge davon: Die Winter waren über weite Strecken recht milde. Auch wenn uns das mückenreiche Sommer bescherte, waren es aus Bunkersicht schöne Winter.  
In dieser Saison sinken die Temperaturen nun schon über einen langen Zeitraum auf z.T. sehr weit unter null Grad. Als erste Reaktion stellten wir wie gewöhnlich in dieser Jahreszeit zum Jahresende den Museumsbetrieb temperaturbedingt ein. Als im Gebäude nur noch ein einziges Plusgrad gemessen wurde, entwässerten wir sämtliche WCs, die Küche, den Rettungsraum, die Wassertanks unter der Decke und die Dekontaminationsdusche. Ein aufwändiges Unterfangen, das aber die Gefahr eines Großschadens durch eingefrorene Wasserleitungen eliminiert.

Lediglich unsere Löschleitung, die Dank Druckerhöhungsanlage ggf. Löschwasser bis in den siebenten Stock pumpt, kann nicht abgedreht werden, da sie direkt aus dem Hydrantennetz gespeist wird. Um hier ein folgenschweres Einfrieren und Bersten der Leitungen zu verhindern, lassen wir seit nunmehr zehn Tagen unsere e-Heizregister laufen...

Mit Erfolg: Seit zwei Tagen halten wir im gesamten Bauwerk frostresistente vier bis fünf Grad. Aber leider leistet unser Dieselgenerator ausgerechnet in diesem Winter nicht genug Strom zum Betrieb der Lüftungsanlage, er bedarf der Überholung. So sind wir derzeit auf die teure Stromversorgung aus dem Netz angewiesen. Wer uns also bei der Überweisung der kommenden Stromrechnung unter die Arme greifen möchte, tue dies bitte. Jeder Euro zählt! Wer als Verwendungszweck seine Adresse einfügt, bekommt selbstverständlich am Jahresende eine Spendenbescheinigung zugestellt. Die Bankverbindung erhalten Sie auf Nachfrage in unserer Geschäftsstelle.  
Wir bedanken uns im Vorfeld herzlichst bei allen Spendern, auch für jeden noch so kleinen Betrag. 

16.01.10: Unser Feldkochherd ist da!

Gestern Nachmittag gegen 17:00h herrschte geschäftiges Treiben auf dem Bunkerhof: Unser Feldkochherd traf auf der Ladefläche eines historischen LKW des THW Hamburg-Nord ein! 

Der 1976er Progreß 57/2 stammte aus der Notküche des unterirdischen Hilfskrankenhauses in Lüneburg-Oedeme und wurde bislang nur einmal benutzt: Im Herbst 1977, als der Komplex unter dem neugebauten Schulzentrum Oedeme mit einer großen Belegungsübung eingeweiht wurde, kochte das DRK Suppe in seinen beiden doppelwandigen 175 Liter-Kesseln. Von diesem Tag besitzen wir übrigens Amateuraufnahmen auf Super8, die wir seit gestern ununterbrochen ablaufen lassen, zeigen sie doch auch ausgiebig die drei stationären Feldkochherde im Einsatz! 

Vorangegangen war quasi als Amtshilfe für den Landkreis Lüneburg die arbeitsintensive Räumung des ca. 4.000 Quadratmeter großen unterirdischen Komplexes. Nach heutigen ZS-Planungen nicht mehr zeitgemäß, suchten die Mitarbeiter des Landkreises nach einer neuen Nutzungsidee - und fanden sie als Außenfundus für die Museen des Landkreises. Auch wenn die gesamte OP-Ausstattung inklusive der Peripherie, wie z.B. Röntgengeräte etc., bereits seit längerer Zeit als Entwicklungshilfe in fernen Ländern ihren Sinn und Zweck erfüllen...

...standen immer noch die Reste der HKH-Einrichtung der neuen Nutzung entgegen. Im letzten Jahr hatten sich zwar die Lüneburger Hilfsorganisationen für ihre Jugendgruppen bei den metallnen Doppelstockbetten bedienen dürfen, dennoch blieb für uns noch genug zu tun: An den zwei angesetzten Einsatztagen trugen wir Krankenhausbetten im Wert von 10 Tonnen Altmetall sowie 1,6 Tonnen Altholz (Kleiderschränke, Schreibtische und Stühle) aus der Liegenschaft. 

Darüber hinaus konnten wir sämtliche noch vorhandenen Matratzen sinnvoll an den Mann bringen: Das THW HH-Nord wird 236 Schaumstoffmatratzen im Zuge seines nächsten Transportes von medizinischen Hilfsgütern nach Moldavien bringen!

Den top-gepflegten mittleren Progreß-Herd durften wir dann wie vereinbart als Dankeschön für unser Zupacken ins Museum transportieren, seine beiden Progreß-Kollegen stehen unter der Obhut der DLRG-Ortsgruppe weiterhin dem Lüneburger KatS zur Verfügung.

Unser elfenbeinfarbener Neuzugang unterscheidet sich von der bekannten KatS-"Gulaschkanone" vor allem durch die Aufteilung der Kochflächen. Die durch eine entsprechende Anhängerlafette mobil zu nutzenden Feldküchen des Betreuungsdienstes hatten - je nach Baujahr - entweder je einen großen und einen kleinen Kessel sowie einen Bräter, oder aber drei kleine Kessel plus eine flache Brateinrichtung. Unser Typ 57/6 besitzt hingegen zwei große Kessel mit je 175 Litern Fassungsvermögen für viel Eintopf und Tee. Oder Glühwein. Mehr zur Geschichte der Progreß-Feldkochherde (auf Sonderanhängern) kann man hier nachlesen. 

Das HKH Oedeme war ursprünglich ausgelegt für die Aufnahme von 400 Patienten, davon waren die 27 Betten für Frischoperierte in einem eigenen Trakt. Zusätzlich standen für das Ärzte- und Pflegepersonal 61 Betten bereit.  

An Sinn und Zweck sowie Aufbau und Ausstattung der bundesweit eingerichteten Hilfskrankenhäuser erinnert jetzt eine Ausstellung in unserem sechsten Museumsgeschoß.

Die amtliche Definition eines Hilfskrankenhauses finden Sie im Seitenangebot des BBK. Außerdem bietet Lost Places einen sehr umfangreichen Fachartikel zu den HKH des Kalten Krieges - und Bilder aus LG-Oedeme sind auch dabei!

 

Das geschah 2009:

 

01.12.09: Internationaler Tag des Ehrenamtes - die Museumsmacher auf dem "Helferempfang" im Hamburger Rathaus

Diese Museums-Abordnung vertrat im Festsaal des Hamburger Rathauses würdevoll das Bevölkerungsschutz-Museum:

Würden Sie diesen Leuten eine Bunkereintrittskarte abkaufen? Von links nach rechts: Alf Knischewski, Dirk Westphal, Alexander Lipski, Olaf Braasch (stellvertretender Vorsitzender FHZB e.V.), Dietmar Jeschke (Erster Vorsitzender FHZB e.V.), Angelika Wieneke, Claus Tiedemann und Jörg Reichelt.

27.11.09: stellvertretender Vereinsvorsitzender erhält ASB-Ehrennadel

Zur 25jährigen Mitgliedschaft im Arbeiter-Samariter-Bund bekam heute unser stellvertretender Vorsitzender Olaf Braasch die ASB-Ehrennadel in Silber verliehen. Im Zuge der kurzweiligen Feierstunde in Hamburg-Eidelstedt konnte er auch im Hinblick auf unser Museum sehr spannende Kontakte zu Urgesteinen und Althelfern der Sanitätsorganisation knüpfen.

Gelöste Stimmung unter zwei Stellvertretenden: Olaf Braasch (li.) vom Museumsverein FHZB e.V. und Heiner Pechmann vom ASB-Ortsverband Hamburg-Eimsbüttel e.V.(re.); Foto: Ewald Bergeest, Reinbek

12.09.09: Ausstellung zum 50sten Geburtstag der THW-Schule Hoya/Weser mit Vereinsbeteiligung 

Der FHZB e.V., oft schon dankender Empfänger von ausstellungswürdigen Leihgaben, stellt der THW-Bundesschule in Hoya anläßlich des runden Schuljubiläums Bekleidungsstücke und persönliche Helfer-Ausrüstung aus der Anfangszeit des Schulbetriebes dauerhaft zur Verfügung. 

Die Vitrine steht zwischen den Eingangstüren der Lehrsäle 3, 4 und 5 sowie direkt am Eingang des Speisesaals und ist unabhängig beleuchtet. Gezeigt werden als Dauerleihgabe zum einen die Einsatzkleidung samt zweifarbiger (Schwimmer/Nichtschwimmer) Schwimmweste aus den 60er Jahren, als in Hoya der Schwimmbrückenbau gelehrt wurde,...

... und zum anderen die graue Einsatzbekleidung der 70er und 80er Jahre, als die Schule in Hoya Außenstelle der Katastrophenschutzschule des Bundes in Bad Neuenahr-Ahrweiler war. 

Darüber hinaus wurde die wechselvolle Geschichte der Schule Hoya von unserem stellvertretenden Vorsitzenden im Auftrag des Bundesinnenministeriums rechtzeitig zum großen Schuljubiläum auf zehn großen Bild- und Texttafeln dokumentiert. Die Tafeln finden ihren dauerhaften Platz im Flur des Unterkunftsgebäudes zwischen Anmeldung und Kleiderkammer. Wir werden sie schnellst möglich an dieser Stelle nachreichen. Im Vorfeld der Ausstellung gab es einen kleinen Bericht über die Ausstellung unseres stellvertretenden Vorsitzenden in der Lüneburger Landeszeitung (05.09.09, S. 8). Aus Zeitgründen konnte unser Angebot, anhand unserer Filme auch eine Dokumentation in bewegten Bildern zusammenzustellen, leider nicht mehr realisiert werden. Wir halten an diesem Angebot jedoch fest!

02.09.09: Der NDR dreht erneut in unserem Bunker

Aufgrund des 70sten Jahrestages des deutschen Überfalls auf Polen sendet der NDR in seinem TV-Regionalprogramm eine Reihe zum Kriegsbeginn 1939 in Hamburg. Aus diesem Grund wurde heute auch wieder in Bunker gedreht. Im vierten Stock stellen wir unzählige Exponate zum Bevölkerungsschutz im Zweiten Weltkrieg aus.

Wir sind gespannt auf den TV-Beitrag heute Abend im Hanse-Journal des NDR.

20.07.09: Dankesbesuch vom Dach der Welt

Als Gast hatten wir heute Abend einen Bergführer aus dem fernen Nepal, der zurzeit für vier Wochen zu einem Gegenbesuch in Hamburg ist. Er hatte zuvor schon drei Mal zwei Mitglieder der FF Hamburg-Marienthal bei Ihren Bergtouren im Himalaya begleitet. Herr Pema Tendi Sherpa besitzt in der Hauptstadt Katmandu ein Unternehmen für Touristenführer. Außerdem organisiert er seit 15 Jahren selbst Trekkingtouren zum Mount Everest und andere schöne Touren quer durch Nepal.  
Im Jahr 2007 schickte der Wehrführer der FF Wandsbek-Marienthal, Jean Gressmann, eine große Kiste mit persönlicher Schutzausrüstung für die Feuerwehrmänner von Katmandu als Hilfslieferung per Luftfracht nach Nepal. Die Einsatzkleidung spendeten Hamburger Feuerwehrmänner, die Alukiste zum Transport stammte aus unserem Bestand.

Aus dem geknüpften Kontakt wuchs Freundschaft. Nach zwei langen Jahren bekam Pema Tendi Sherpa nun durch die Hilfe der Hamburger Feuerwehrleute und deren Kontakt zur Deutschen Botschaft in Nepal endlich ein Visum für 35 Tage – und packte, kaum im Hamburger Bunker, sofort mit an, als es darum ging, das IG-Archiv aus dem Erdgeschoß in das Dachgeschoß zu transportieren.

Er stammt gebürtig aus einem kleinen Dorf im Everest National Park, vier Tage Fußmarsch von der befahrbaren Straße entfernt, und ist mit Sicherheit der erste, der nicht nur Europa besuchen darf, sondern auch einen Zivilschutzbunker erklärt bekommen hat.

Es war eine schöne, spannende und gegenseitig bereichernde Begegnung. Pema, alles Gute Dir!

 

Das geschah 2008:

 

Fotos unserer Kfz-Ausstellungsfahrt am 04. und 05.12.08 nach Bonn zum BBK-Geburtstag

04.12.: Der THW-Konvoi mit den von uns auf Wunsch des BBK organisierten historischen Einsatzfahrzeugen aus Hamburg:

         

Nach dem Abendessen an der AKNZ in Bad Neuenahr-Ahrweiler besuchten wir die "Dokumentationsstätte Regierungsbunker":

         

         

Am Vormittag des 05.12. luden wir mitten im Bonner Innenstadtverkehr die Ausstellungsfahrzeuge ab,
während sich nebenan im Foyer des ehemaligen Plenarsaals des Bundestages die eingeladenen Gäste versammelten:

         

Neben unseren historischen Stücken der ersten und zweiten Fahrzeuggeneration
präsentierte das BBK auch einige der allerneuesten Einsatzfahrzeuge:

links: Plausch am SKW des LS-Brandschutzdienstes; rechts: CBRN-MLK, ABC-Schutz für heute und morgen:

         

"Unser" Ford-KTW für den Sanitätsdienst der 80er, darunter zum Vergleich sein noch taufrischer Ur-Enkel:

         

         

Die erste (vorn) und bislang letzte (dahinter) GKW-Generation nebeneinander:

Und weil noch Platz auf den THW-Tiefladern bzw. auf deren Zugfahrzeugen war, stellten wir auch noch einen
Funkkommandewagen (LSHD) und einen SLEA (Sirenen-Lautsprecher-Einachs-Anhänger des LS-Warndienstes) aus: 

Auf dem gegenüberliegenden Bürgersteig landete schließlich mit dem Eurocopter 135 T2i wieder etwas Modernes:

Die FHZB-Abordnung in Mitten der für den Fahrzeugtransport abgeordneten THW-Helfer:
stellvertretender Vorsitzender Dietmar Jeschke (1.v.r.), die Zeitspender Peter Eggers (2.v.r.) und Sven Klages (3.v.r.),

Erster Vorsitzender Knut Köpke (5.v.r.), Kassenwart Alexander Lipski (7.v.r.) und Geschäftsführer Peter Mohr (links daneben) 

Weitere Bilder des Festaktes und seines Rahmenprogramms gibt es im Internetangebot des BBK anzuschauen.

Wir danken dem BBK für den Auftrag, den beteiligten THW-Ortsverbänden für die Unterstützung, Thorsten Trütgen vom DRK-Remagen 
für einige der Fotos und
den Hamburger Feuerwehr-Historikern für die vertrauensvolle Leihgabe der alten Einsatzfahrzeuge.

17.11.08: Bilder von der Podiumsdiskussion des SWR mit Erhard Eppler in unserem Bunker am 23.07.

01.09.08: Eine weitere Hochleistungssirene ergänzt zukünftig unsere Außenanlage

Heute wurde die Hörmann-HLS auf dem Gelände des Hamburger Container-Terminals demontiert. 

Zunächst legten Berufsfeuerwehrmänner der Technik- und Umweltwache (F 32) mit Hilfe zweier Kranwagen der Sirene einen Strick um den Kopf. Anschließend wurde sie vom Fundament getrennt und der Mast in handlichere Stücke geschnitten. 

Das oberste Mastsegment samt Kopf wurde schließlich auf einen LKW des Bezirksamtes geladen und zu unserem Bunker transportiert

Wir bedanken uns natürlich bei allen Beteiligten und Möglichmachern: Der Firma Hörmann/Stade, der BF Hamburg und dem zuständigen Bezirksamt HH-Mitte.
Noch vor dem ersten Frost wollen wir diese HLS aus den 70er Jahren im Bunkerhof aufstellen; der Aufbau unseres zehn Jahre älteren Pintsch-Bamag-Sirenenkopfes wird noch ein wenig länger dauern, da wir ihn erst einmal optisch aufpolieren müssen.

18.03.08: Der Umbau trägt Früchte

...hier z.B. mal der neue BVS-Info-Stand in der belebten Fußgängerzone von Stadt Xyz zur Ansicht:

 

Das geschah 2007:

 

23.11.07: Das Museum wird eröffnet - und die Lüneburger Landeszeitung erinnert an die Wurzeln des Projektes

Am Eröffnungstag unseres Bevölkerungsschutz-Museums erschien in der LZ auf Seite 5 ein Artikel, in dem noch einmal der Anteil zweier Lüneburger auf dem Weg von der Gründung einer "Interessengemeinschaft für historischen Luft- und Katastrophenschutz" bis zum "Bevölkerungsschutz-Museum Hamburg" skizziert wird. Nicht ohne Eigenwerbung, denn ohne den Zeitungsbericht von 1998 über die Restaurierung eines LSHD-Meldekrads hätten unsere Vereinsgründer O. Braasch und G. Klinge nicht zusammen gefunden.

Zum Artikel mit der Überschrift "Die Katastrophe vor Augen; Lüneburger tragen Sammlungen von Hilfsorganisationen zusammen - heute eröffnet Museum" geht es hier. Einfach die Maus ins Bild ziehen, auf das Symbol unten rechts klicken, dann vergrößert sich der Artikel auf lesbare Dimansionen.

19.11.07: Die Gomorrha-Ausstellung des Kampfmittelräumdienstes wird aufgebaut

Die FF Hamburg-Eppendorf rückte an, um die großen Trümmerteile und schweren Bomben in den zweiten Stock zu schaffen:

Ablauf der Übung: Zunächst mußte mit im Bunker aufgetriebenen Behelfsmitteln eine Schiefe Ebene gezimmert werden, danach konnten die Exponate auf einer Palette versandfertig verzurrt werden.

Unter Einsatz des im Einwegdecken-Lager verankerten Greifzugs wurden die schweren Lasten schweißtreibend in die richtige Etage befördert.

Hier ein Eindruck der fast fertig aufgebauten Mahnung gegen den Krieg:


29.10.07: "Bunkertmentalitäten", ein Beitrag zur Aufgabe des flächendeckenden Schutzraumkonzeptes des Bundesinnenministeriums von Deutschlandradio Kultur in der Reihe "Länderreport"

Die Journalistin A. Hennings besuchte für diesen Beitrag u.a. die Hamburger Innenbehörde, befragte Menschen auf der Straße und unseren Geschäftsführer Peter Mohr im zukünftigen Bevölkerungsschutz-Museum Hamburg. Hier der Wortlaut der Sendung (kopiert von: www.dradio.de)

Bunkermentalitäten

In Deutschland sollen alle Zivilschutzbunker geschlossen werden - in Hamburg allein 78

Von Alexa Hennings

Die Zeiten der Bunker sind vorbei. Im August 2007 teilte das Bundesinnenministerium mit: Die 2000 Bunker und Schutzräume für Zivilschutz in Deutschland werden aufgegeben. Die Anlagen würden keinen Schutz vor den aktuellen Bedrohungslagen bilden, hieß es im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Bisher kostete der Unterhalt der schon seit vielen Jahren überflüssigen Schutzräume zwei Millionen Euro pro Jahr. Entwidmung und Verkauf ist angesagt.

Eine Ära geht endgültig zu Ende. Schon seit dem Ende des Kalten Krieges fristen die Bunker ein Schattendasein. Nicht alle Fachleute befürworten jedoch das Aus für die Bunker, ebenso wenig die Demontage der Sirenen auf den Hausdächern in den 90er Jahren - Gutachten zeigten später, dass die Sirenen immer noch die wirksamste und schnellste Warnung der Bevölkerung sind. Die Hansestadt Hamburg hat mit 78 Bunkern für 80.000 Menschen eine der höchsten "Bunkerdichten" in Deutschland. In einem Hochbunker richtet der ehemalige Zivilschutzbeauftragte der Stadt Peter Mohr gerade mit ehemaligen Kollegen ein "Zivilschutzmuseum" ein.

Film Zivilschutz 70er: "
Sie können nach einem Atomwaffenangriff den Schutzraum nur nach Entwarnung verlassen - oder wenn sichere Nachricht eintrifft, dass eine gefährliche, radioaktive Strahlung nicht mehr vorhanden ist ..."

Straßenumfrage Hamburg:
"Der nächste Bunker, wo man im Notfall unterkommt? Weiß ich nicht, nein."
"Im Barmbecker Krankenhaus ist doch auch so ein Bunker, den sie jetzt bearbeiten."
"Ja, genau. Reißen sie den ab?"
"Der nächste Bunker? Da, wo der Dom ist. Wie heißt das da? Keine Ahnung!"
"Wo der Dom ist, wie heißt das noch mal? Heiligengeistfeld, genau. Wer kann denn da rein? Nur die, die rundherum wohnen. Hamburg hat jetzt fast 1,8 Millionen."


Hamburg-Barmbeck. Eine kleine, friedliche Einkaufsstraße. Ein junger Mann mit Ohr-Kopfhörern, eine Mutter mit Tochter und Eiswaffel, ein Ehepaar am Gemüsestand, zwei 80-Jährige beim Glas Ducksteiner im Straßencafé. Sie alle sind verblüfft über die Frage nach dem nächsten Bunker. Dabei ist er nur fünf Minuten von hier entfernt, in der Bramfelder Straße 96. Keiner weiß von ihm. Die meisten kennen nur einen der 78 Hamburger Bunker, den in der Nähe des Rummelplatzes, den man hier Dom nennt. Doch das ist im Zentrum der Stadt und der Bunker dort ist kein Schutzraum, sondern ein Mediencenter mit Disco. Aber hier, in der Nähe? Achselzucken.

Hamburger Innenbehörde - Abteilung Katastrophen-, Brand- und Bevölkerungsschutz. Im sechsten Stock sitzt Dr. Peer Rechenbach vor einer leicht veralteten Weltkarte, die mit kleinen Flammenzeichen übersät ist: die Brandherde terroristischer Bedrohungen nebst einer Übersicht über die Zusammensetzung selbstgebastelter Bomben. Herr Rechenbach hat sozusagen die Bedrohungslage von heute im Rücken.

Dr. Rechenbach: "Die Bedeutung der Bunker hat in den letzten Jahrzehnten deutlich abgenommen. Es sind Relikte, die aus dem Zweiten Weltkrieg übernommen wurden, die eine Rolle gespielt haben während des Kalten Krieges."

"
Gesicht abwenden, Augen fest schließen, Kopf und Nackenbedecken. Im Auto sofort Motor abstellen. In den nächsten 90 Sekunden noch nicht aufstehen. Kriechend Deckung suchen vor der Druckwelle. Eine Wand, ein Hauseingang können das Leben retten ..."

Dr. Rechenbach "Die Bunker sind nicht alle funktionsfähig gewesen - sie wären aber über einen bestimmten Zeitraum aktivierbar gewesen. Wir müssen in Abhängigkeit zu einer Risikosituation die Bunker in zwei bis drei Monaten ertüchtigen. Diese Fragestellung wurde aber nicht diskutiert, denn die Bedrohungslage ist seit fast 20 Jahren oder noch länger nicht gegeben. Und deswegen hat es auch keine detaillierten Planungen gegeben, welchen Bunker man in welcher Zeit mit welchen Maßnahmen ertüchtigen kann."

Das "Leben nach dem Bunker" hat also eigentlich schon vor 20 Jahren begonnen. Die Kolosse waren zwar da, aber sie waren auch wieder nicht da - denn wenn es drei Monate dauert, sie einzurichten mit allem, was man für den Notfall braucht, dann sind sie im Grunde schon lange sinnlos. Dr. Rechenbach nickt. Er habe keinen Grund, die Entscheidung des Bundes, alle Zivilschutzbunker aufzugeben, anzuzweifeln.

Dr. Rechenbach: "Ich brauch' die Bunker nicht. Wir müssen uns anderen Risiken stellen, wir müssen andere Lösungen finden, um die Bürger sach- und fachgerecht zu schützen."

Die fünf Finger an der Hand des Katastrophenbeauftragten reichen aus, um die Risiken für Hamburg herzuzählen: Sturm, Starkregen, Sturmflut, industrielle und verkehrsbedingte Risiken. Terror? Auf Nachfrage. Gegen Bombenleger kann man nur im Vorfeld etwas tun. Giftgas?

Dr. Rechenbach: "Bei einer Giftgaswolke schützt Sie schon ihre normale Wohnung, indem Sie Fenster und Türen schließen und die Klimaanlage ausschalten. Dafür brauchen wir keine speziell hergerichteten Bunker oder Schutzräume."

"In dieser Deckung so lange bleiben, bis die Druckwelle vorüber ist. Wenn die Kleidung Feuer gefangen hat, die Flammen durch Abwälzen ersticken. Bei Verdacht auf radioaktiven Staub Oberbekleidung abstreifen ..."

Dr. Rechenbach: "Ein Angriff auf ein Kernkraftwerk ist im Wesentlichen durch vorbeugende Maßnahmen zu schützen. Hier hat es Risikostudien in Deutschland schon vor vielen Jahrzehnten gegeben, die auch solche Fälle beleuchtet und die entsprechende bauliche Vorkehrungen zum Schutz des Kernkraftwerkes herbeigeführt haben. Sodass wir die sichersten Kernkraftwerke weltweit haben, die auch solche Risiken zu einem gewissen Grad mit abdecken."

Unser Leben ist so sicher geworden, dass nach der Wende auch nahezu alle Sirenen von den Hausdächern abmontiert wurden. In Hamburg stehen sie nur noch entlang der Elbe, im Sturmflutgebiet. Seit 2001 gibt es ein "satellitengestütztes Kommunikationssystem des Bundes", das amtliche Warndurchsagen in Sekundenschnelle an die Radioanstalten gibt. Das soll die Sirenen - deren Unterhalt natürlich auch kostete - ersetzen. Wie man jedoch bei Stromausfall im Notfall sein Radio anbekommt? Herr Rechenbach würde sagen: Das liegt in der Selbstverantwortung jeden Bürgers. Ein Radio mit Batteriebetrieb - und stets frischen Batterien - gehöre eben in jeden Haushalt, genauso wie gewisse Vorräte an Essen und Trinken. Vermutlich bleibt diese Forderung genauso ungehört wie jene aus dem Zivilschutz-Lehrfilm aus den frühen 70er Jahren, einer Zeit, als die Bundesregierung beschloss, die vorhandenen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg neu auszustatten und auch Hausbesitzer aufforderte, Schutzräume in ihren Kellern einzurichten.

"Baut Schutzräume, schützt Haut und Atemwege im Ernstfall vor dem großen ABC! Der Staat unterstützt euch finanziell. Dieses ABC hätte die Menschheit besser nie gelernt. A steht für Atomwaffen, B für biologische Kampfmittel, hinter C verbergen sich chemische Kampfstoffe  Ein ABC der Vernichtung..."

Peter Mohr steht im vierten Stock des Zivilschutzbunkers in der Bramfelder Straße 96. Ein siebenstöckiges grün-braunes, fensterloses, quaderförmiges Ungetüm, eingequetscht zwischen 50er-Jahre Wohnhäusern. Ein Plakat kündet von jener Zeit, als das Bauwerk in den frühen 70ern reaktiviert wurde.

Mohr: "
'Hier entsteht im Auftrage des Bundes ein strahlensicherer Luftschutzraum für 1700 Personen. Bitte entschuldigen Sie die vorübergehenden Geräuschbelästigungen - wir halten sie so gering wie möglich. Diese Arbeiten können auch Ihrer Sicherheit dienen!' Ja. Bloß, die Menschen haben das etwas anders interpretiert und haben dann umgehend gegen die Nutzbarmachung des Bunker demonstriert."

Noch heute scheint der ehemalige Zivilschutzbeauftragte der Stadt Hamburg, obgleich seit neun Monaten pensioniert, noch immer etwas sauer zu sein auf die Bevölkerung, die sich gar nicht schützen lassen wollte - was Herr Mohr bis heute nicht so recht verstehen kann.

"Wir haben hier die Klimaanlage. Wir haben das hier schon gehabt, dass wir mit 30 Leuten hier drin waren und hatten eine Luftfeuchtigkeit von 90 und 95 Prozent! Nur mit 30!"

Die 30 Leute im Bunker kommen derzeit leicht zusammen: Peter Mohr und seine Mitstreiter vom "Förderverein historischer Zivil- und Bevölkerungsschutz" richten gerade ein Museum ein. Am 2. November soll es eröffnet werden. Zivilschutz vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zum Ende des Kalten Krieges ist das Thema des Museums - eine ganz einmalige Sache, wie Peter Mohr mit leuchtenden Augen versichert.

"Europaweit! So ein Museum gibt es nirgendwo. Ich habe ein bisschen Probleme mit dem Begriff weltweit, aber mir ist auch aus Amerika oder Australien nicht bekannt, dass es dort ein vergleichbares Museum gibt."

Als das Museumsvorhaben bekannt wurde, vertrauten Sammler aus der ganzen Bundesrepublik ihre Schätze dem Verein an: Sammlungen aus dem Zweiten Weltkrieg, der Nachkriegszeit bis hin zur Zivilverteidigung der DDR. Vom Gasjäckchen für Kinder über Würfelspiele für den Luftschutzraum, Plakate, Filme, Luftschutzapotheke und Ausrüstungen der Hilfsdienste bis zur kompletten Einrichtung eines Bunkers, der in den 70er Jahren reaktiviert wurde.

"Dies ist der Bereich persönliche Ausstattung. Ich fang mal oben an: Die berühmten Damenbinden, die Wochenbettpackungen, hier die Windeln. Hier haben wir die Trainingsanzüge, die so erinnern an die 50er Jahre, als Sepp Herberger die Weltmeisterschaft gewann."

Das Nagelneue, das Unbenutzte all der Sachen ist schaurig und beruhigend zugleich. Schaurig, sich in die Zeit vor 30 Jahren zu versetzen, wo Ost und West mit einem Krieg rechneten - und beruhigend, dass alles ganz anders kam und all die Dinge schön in ihrer Originalverpackung bleiben konnten.

"Die größte aller Katastrophen, die wir kennen, ist der Krieg. Kann man ihn verhindern? Seit Jahren bemühen sich die Abrüstungskonferenzen, bis heute ergebnislos ... Dies ist eine Rakete. Dies ist eine Anti-Rakete. Und dies ist eine Anti-Anti-Rakete ..."

Der Kampf der Systeme, hier zeigt er sich im Kleinen. Materialisiert sich im Windelhöschen
'Putzlilein', das, obgleich nie benutzt, dennoch so aussieht, als ob, weil das Material inzwischen brüchig wurde. Der Kampf der Systeme zeigt sich im Lehrbuch "Zivilverteidigung" an DDR-Schulen, am Plakat mit Läusen und Kartoffelkäfern, die die jeweils andere Seite vom Feind erwarteten. Beklemmend ist vieles, erheiternd manches andere - zumindest aus heutiger Sicht. Vor allem aus dem Bereich der Zivilschutz-Filmkunst:

"So, Maria, du gehst jetzt ins Haus und packst unser Notgepäck zusammen. Und der Opa soll im Hof die Fässer mit Wasser füllen und die Kannen im Schutzraum. Und du Karl, hilfst mir jetzt, die Sandsäcke vors Fenster bauen!"

"Wir haben etwa 700 Bundesfilme und 70 Filme aus der DDR. Ganz interessante Filme, 'Die Frau im Selbstschutz' oder 'Der Bauer im Bevölkerungsschutz', wie decke ich meine Kuh ab oder bringe sie in den Stall - es gibt tolle Sachen. Nein, wirklich - auch die Naivität, die man in den 50er Jahren hatte."

Natürlich ist auch Peter Mohr froh, dass diese Zeiten vorbei sind. Dass dem Kalten Krieg ein vereintes Europa folgte. Dass er als Zivilschutzbeauftragter der Stadt Hamburg immer nur Vorsorge treiben musste, Übungen hatte, und nie den Ernstfall erlebte, dass ein Bunker wirklich gebraucht wurde. Besonders traf es den Zivilschutzexperten, dass während seiner Amtszeit fast alle Hamburger Sirenen abgebaut wurden - bis auf die im Sturmflutgebiet der Elbe. Auch das war ein Beschluss aus Berlin, wie dieser jetzt mit den Bunkern.

"Jetzt ist der ewige Frieden ausgebrochen. So hieß es ja damals. Keine Bedrohung und nichts mehr. Aber dass man doch evt. Schutzvorkehrungen braucht und auch Alarmierungsmöglichkeiten haben muss, hat sich ja erst 2001 erwiesen. In den anderen europäischen Ländern werden Bunker gebaut. Ob ich die Schweiz nehme oder Schweden. Überall werden Bunker gebaut, es werden auch überall Sirenen gebaut. Nur bei uns hat man sie abgebaut. Und ansonsten hat man hier nur die Warnung über den Rundfunk. Und wenn Sie den Rundfunk nicht eingeschaltet haben, dann werden Sie nicht gewarnt. So einfach ist das."

Die Entsorgung eines Bunkers, umweltgerecht versteht sich, kostet etwa 450.000 Euro, gibt Peter Mohr zu bedenken. Andererseits müsste der Staat dann neue, geschützte Bereiche für die Bürger schaffen.

"Da müsste man wirklich noch mal überlegen, ob die Aufgabe des Bunkers der letzte Schrei ist. Ich habe von Fachleuten gehört, die wirklich wissen, wovon sie sprechen, dass es sein könnte, dass die Aufgabe aller Bunker, und es gibt ja 2000 in der Bundesrepublik, dass das mal die teuerste Sparmaßnahme des Bundes werden könnte."

Der herbstliche Frieden in der Barmbeker Einkaufsstraße ist ungetrübt. Wer denkt an einem Tag wie diesem schon an Gefahr und Bedrohung? Zumindest die Jungen eher weniger, oder, wie das 17-jährige Mädchen mit der Eiswaffel zeitgemäß formuliert:

"Nicht wirklich. Ich glaube nicht, dass etwas passieren sollte. Zumindest nicht in dieser Art passieren sollte."

Der etwa zehn Jahre ältere junge Mann mit den Ohrkopfhörern, der gern in die Disco in den Heiligengeistfeld-Bunker geht, sieht das Ganze pragmatisch.

"Die Zeiten des Krieges haben sich geändert. Und den nuklearen Erstschlag kann ich auch mit einem Bunker nicht überleben, weil ich die zwei Millionen Jahre Halbwertzeit nicht überlebe! Da wird mir ein Bunker nicht weiter helfen. Da bin ich lieber froh, wenn ich nicht überlebe. Von daher finde ich es im Grunde richtig, dass es so gemacht wird."

Das Ehepaar vor dem Gemüsestand, Ende 50, wiegt mit den Köpfen.

"Kann nicht mal irgendwas sein und wir brauchen's dann doch, um uns in Sicherheit zu bringen? Weiß nicht, ich würde schon was stehen lassen. Ich denke, es sollte schon eine Notunterkunft da sein."
"Die muss auch funktionstüchtig sein, sonst nützt das alles nichts!
Ich denke schon, man sollte nicht überall 'ne Disco reinsetzen."


Und schließlich die beiden 80-Jährigen vor ihrem Glas Ducksteiner. Sie Hamburgerin, er Dresdner, verheiratet seit 60 Jahren. Die beiden wissen es nicht nur, sie haben es erlebt, was Krieg und Bomben bedeuten. Sie finden es richtig, dass es noch Bunker gibt - obgleich sie nicht für alle ausreichen würden.

"Wenn das alles so wäre, wie die Menschen sich das vorstellen, Ruhe und Frieden, dann brauchen wir so was nicht. Aber ich glaube einfach nicht daran. Der Hass ist zu groß und eins kommt zum anderen."
"Wenn was kommt, was ist das wohl? Das wird eine große Bombe sein."


"Gott mag es verhüten", seufzt die alte Dame noch und nimmt einen Schluck Ducksteiner. Auch die Sirenen wurden abgebaut? Das verblüfft sie. In der Not - vom Schlimmsten einmal abgesehen, aber zum Beispiel bei einem Chemieunfall - finde sich ja vielleicht dann in dem einen oder anderen Hamburger Keller noch eine alte Handsirene, um die Leute zu warnen?

Im Zweifelsfall gibt es eine Handsirene im Museumsbunker Bramfelder Straße 96, fünfter Stock, links halten, zweites Regal. Peter Mohr hat den Schlüssel.

(Anm. des FHZB: Die nicht kursiv geschriebenen Textpassagen stammen aus den im Radiobeitrag eingespielten Filmen "ABC-Alarm" (Ufa für das Bundesamt für zivilen Bevölkerungsschutz, 1971) und "Schutz vor radioaktivem Niederschlag auf dem Land" (Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten in Zusammenarbeit mit dem Bundesluftschutzverband, 1963, Profil-Film/München). 

06.11.07: Der Luftschutzkeller des Zweiten Weltkriegs wird aufgebaut und eingerichtet



10.06.07: Bilder von der Demontage des 100-Liter-Prototyp-Kessels für unsere Bunkerküche

Geschäftsführer P. Mohr, stellvertretender Vorsitzender O. Braasch und Zeitspender D. Westphal bei der Arbeit. Der Abtransport durch das enge Treppenhaus mußte dann vom THW vorgenommen werden, mit bloßen Händen war da nichts zu machen. Zu schwer, zu unhandlich.

Aber die Schrauben lösten sich erstaunlich leicht. Im Hinblick auf das Abtransport- und Raumproblem in unserer Bunkerküche waren wir gut beraten, den 300-Liter-Kessel vor Ort stehen zu lassen...

26. und 27. 05.07: Willkommen im Bunkerhotel mit Vollpension

Über Pfingsten beherbergten wir eine kleine Gruppe Sireneninteressierter aus ganz Deutschland. Auf der Suche nach einer geeigneten Örtlichkeit für ihre Zusammenkunft nahmen sie gerne unser Angebot an, in unserem Bunker Quartier mit Vollpension zu beziehen.

Der schöne Anblick von belebten Bunkerbetten ohne Katastrophenhintergrund war für uns neu. Die Besucher haben es genossen, auf diese einmalige Weise zu nächtigen. Abendteuerurlaub. Nach dem Mittagessen stand zunächst der Besuch des Warndienst-Museums unseres Kassenwarts A. Lipski im holsteinischen Quickborn auf dem Programm. 

Hinterher luden wir zum Grillfest im Bunkerhof.

Ein Anblick, den die Anwohner wohl auch nicht alle Tage hatten. 

 

Der Abend wurde im Versammlungsraum mit der Vorführung historischer Warndienst- und Zivilschutzfilme beendet. 

Für den Sonntagvormittag hatten wir mit Hilfe des Bezirksamtes HH-Mitte eine Sirenentour organisiert. Zunächst wurden unsere Besucher auf das sonst für keine Privatperson zugängliche Areal des Container-Terminals am Burchardkai in Hamburg-Waltershof gefahren, um die dortige Hochleistungssirene zu inspizieren.

Hier die Gruppe am geöffneten Einstieg zur unterirdisch installierten Technik.

Letzter Programmpunkt des Treffens war die Besichtigung der Pintsch-Bamag-Hochleistungssirene Typ Anlage 1 in HH-Wilhelmsburg. 

Sie ist schon lange außer Betrieb und steht, in schlechtem Zustand, in einer verwilderten Ecke eines sonst unzugänglichen Firmengrundstücks neben einem Mannschaftsbunker (Typ Salzgitter) aus dem Zweiten Weltkrieg.

Fazit aller Beteiligten: Wiederholungswürdig. Nicht nur das von uns initiierte Rahmenprogramm, auch der Bunker als Unterkunft mit Vollpension trug wesentlich zum Erfolg des Wochenendes bei. 

18.05.07: Der FHZB auf dem achten Sommertreffen der IG für historischen Luft- und Katastrophenschutz 

Auf dem diesjährigen IG-Sommertreffen (beim THW in Leverkusen) präsentierten wir keine Ausstellungen, da wir derzeit alle Exponate für den Aufbau unseres Museums benötigen. Stattdessen hatten wir ein paar ausgewählte Filme im Kofferraum, die wir an einem der Abende zur Freude aller Teilnehmer vorführten. Hier ein paar Screenshots:

25.03.07: Die Pintsch-Bamag-Hochleistungssirene ist sicher in unserem Hinterhof abgestellt worden

Start in Kassel...

...und Begutachtung in Hamburg

14.03.07: Die Pintsch-Bamag-Hochleistungssirene aus Kassel ist auf dem Weg ins Museum

Bereits zum Jahreswechsel wurden unsere Sirenenfreunde aus Kassel aufmerksam auf die Abbrucharbeiten am ehemaligen Polizeipräsidium der Fulda-Metropole. Auf dessen Dach stand seit 1968 der Kopf einer PiBa, Typ Anlage 1, die nötige Kompressortechnik war in den Keller eingebaut.

  

Andreas Birner und Lutz Leininger, Initiatoren von www.hochleistungssirene.de, nahmen umgehend mit der Stadtverwaltung und mit uns Kontakt auf, um dieses beinah einmalige Stück Warndienstgeschichte für unser Museum zu erhalten und damit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Von einstmals in der BRD ab den frühen 60er Jahren aufgestellten HLS sind inzwischen über die Hälfte aufgrund der hohen Wartungskosten demontiert und verschrottet worden, mindestens 16% sind defekt und werden aus Kostengründen nicht mehr instandgesetzt. Nur noch 26 Exemplare dürfen ihrer Aufgabe, der Warnung der Bevölkerung mit der ungeheuren Schallwucht von 122 - 124 dB(c), nachgehen.


Nachdem der Kopf vom Abbruchunternehmen heil vom Dach gehoben war, galt es, die verwaltungstechnischen Hürden zu meistern und den Abtransport zu planen. A. Birner und L. Leinigen kauften kurzerhand den Sirenenkopf von der Stadt, und wir setzten das Kasseler THW in Marsch.


Derzeit ruht der ca. 4m hohe Kopf beim THW in Kassel, der Abtransport nach Hamburg wird in Kürze stattfinden. Natürlich wird dieser Bildbericht dann entsprechend ergänzt. Die technische Anlage konnten wir leider nicht retten, aber der imposante Kopf der Hochleistungssirene wird in unserer rückwärtigen Außenanlage einen würdigen und rundherum begehbaren Platz finden. Ein entsprechender Termin mit den Verantwortlichen des Bezirksamtes fand bereits am 13.03. statt.

Schöne Bilder von unserer HLS und ihrem Transport gibt es hier und dort.

02.03.07: Eine weitere FAAST bereichert unseren Vereins-Fuhrpark

Zum ehemals bundeseigenen ZS-Schatz gehörte auch die einzige original erhaltene „Fahrbare Aufklärungs- und Ausbildungsstelle“ des Bundesverbandes für den Selbstschutz, BVS. Das ursprünglich bei der Dienststelle Recklinghausen (RE-8005) eingesetzte Fahrzeug lieferte unserem Verein von Beginn an bei vielen Transport-Touren wertvolle Dienste. Seit Mai des vergangenen Jahres war es mit dem Kennzeichen LG-ZS 888 auf unseren stellvertretenden Vorsitzenden Olaf Braasch privat zugelassen.

die FAAST des FHZB im Vereinseinsatz am Tiefbunker Argentinienbrücke/Hamburg

Nun wird sie von den Hamburger Feuerwehrhistorikern restauriert - der Zahn der Zeit und das jahrelange, unüberdachte Herumstehen an der AKNZ hatten doch sichtbare Spuren hinterlassen. Zukünftig wird sie in der Durchfahrt des Museumsbunkers als BVS-Filmwagen aufgebaut stehen. Betriebsbereit soll sie dennoch gehalten werden, um für Vereinszwecke jederzeit genutzt werden zu können.

zwei FAASTen vor den Hallen der Feuerwehrhistoriker in Hamburg-Jenfeld

Die neue FAAST in den Vereinsreihen ist nur drei Monate jünger, lief ursprünglich in Bremen (HB-8402) und kam nach der Auflösung des BVS zum THW nach Mannheim (THW-8129). Dort wurde sie natürlich – mit Ausnahme des Daches! – der BVS-Embleme und Selbstschutz-Beschriftung beraubt. Braasch wird seinen Joungtimer (LG-ZS 800) nun in identischer Aufmachung mit FHZB- und Bevölkerungsschutzmuseum-Beschriftung versehen und ihn so auf seinen -zig tausend Kilometern pro Jahr als fahrende Litfasssäule einsetzen.

9. KW 2007: Aufruhr in Lüneburg

Der Anblick zweier BVS-Fahrzeuge am Straßenrand während des An- und Abmeldens in Lüneburg dürfte heutzutage einmalig gewesen sein!

06.02.07: Die IG für historischen Luft- und Katastrophenschutz zu Gast im Bunker

Am ersten Februarwochenende lotsten wir Museumsgestalter die Teilnehmer des jährlich stattfindenden IG-Wintertreffens durch unsere Museumsbaustelle, nachdem wir am Vorabend bereits mit altem Filmmaterial punkten konnten. Im Bericht eines IG-Mitglieds heißt es hierzu:

"(...) Abends, nach dem kulinarisch reichhaltigen Büfett, folgte der gemütlichere Teil. Klönen, fachsimpeln, Informationen austauschen, Fotos anschauen u.v.a.m. gehörte wie Bier und Brause wie immer mit dazu. Natürlich wurden wieder einige legendäre “uralte“ Filmdokumente aus dem FHZB-Fundus gezeigt, die diesmal mit neuester Technik in Form von DVD präsentiert wurden. Doch irgendwie fehlte mir das schnatternde Geräusch eines historischen Projektors. Ich bin eben Nostalgikerin...

Für Sonntag war der absolute Höhepunkt vorgesehen. Die (Vor-) Besichtung des neuen „Bevölkerungsschutzmuseum Hamburg“ stand auf dem Programm. (...) Der siebenstöckige Hochbunker in Hamburg-Bramfeld, der die unzähligen geschichtlichen Exponate beheimatet, ist ein wirklich würdiger Platz für diese einmaligen Sammlungen. Die Themenbereiche, die schon (halb-) fertig gestaltet oder zumindest ausgebreitet waren, lassen nur erahnen, wie außerordentlich informativ und umfangreich das Gesamtwerk sein wird, wenn es vollendet ist. Wie eine Zeitreise fühlte sich die Besichtigung an. Die Berichte über ein länger andauerndes Bunkerleben nach einem eventuell eintretenden Ernstfall lösten bei mir bisher unbekannte (fast beängstigende) Vorstellungen und Phantasien aus. Schon jetzt waren wir alle völlig beeindruckt und können die Eröffnung gar nicht so richtig erwarten. Es wird dann bestimmt noch viele Zeitreisen, auch mit Freunden und Verwandten, für uns geben. Hochachtung vor den Aktiven des FHZB! (...)"  

Sabine Tschee/Stemwede, Februar 2007 

Dem haben wir natürlich nichts hinzuzufügen. Aber rein gar nichts.

 

Das geschah 2006:

 

09.12.06: Workshop "Geschichte des THW" an der Bundesschule Neuhausen

In mehreren THW-Ortsverbänden existieren bereits Initiativen, kleine Museen oder Sammlungen, die das gestiegene Interesse des THW an seiner eigenen Geschichte dokumentieren. Um diese vielfältigen Geschichts-Aktivitäten im Technischen Hilfswerk organisatorisch zu fassen, fand am 8. und 9. Dezember in der THW-Bundesschule Neuhausen ein Geschichts-Workshop statt. Ziel der Arbeit war es, eine Bestandsaufnahme darüber zu erzielen, was zur Zeit im THW an historischer Arbeit geleistet wird, um mit der Gründung des Arbeitskreises "Geschichte im THW" eine Basis für die zukünftige weiterführende Beschäftigung mit der THW-Geschichte zu legen. Hierbei soll zukünftig auch die Technische Nothilfe als Vorläuferorganisation von 1919 bis 1945 Beachtung finden. Neben Vertretern von bereits historisch sammelnden Ortsvereinen aus dem ganzen Bundesgebiet wurden auch Herr Rolf Schamberger, Geschäftsführer des Deutschen Feuerwehrmuseums Fulda, und unser stellvertretender Vorsitzender, Olaf Braasch, als externe Referenten eingeladen. Beide konnten aufgrund ihrer jeweiligen musealen Erfahrungen und hinter ihnen stehenden Netzwerken der Versammlung wichtige Impulse geben. Darüber hinaus wurde die gegenseitige Kooperation mit dem Deutschen Feuerwehrmuseum Fulda, dem Arbeitskreis Geschichte im THW und dem FHZB beschlossen und schon während des Workshops auf breiter Ebene praktisch umgesetzt. Zum Leiter des neu eingerichteten Arbeitskreises "THW-historische Sammlung/ Geschichte im THW" wurde Herr Rudolf Hattenkofer, Helfer im OV Landshut, berufen. Hattenkofer übernimmt damit auch die Betreuung der von Herrn Krüger vor zehn Jahren initiierten THW-historischen Sammlung an der BuS Neuhausen (siehe Linkliste). Gerd Krüger wurde auf dem Workshop für sein Engagement mit dem Ehrenzeichen des THW in Gold ausgezeichnet und gleichzeitig in der Funktion des Leiters der THW-historischen Sammlung verabschiedet.

Herr Krüger (THW-historische Sammlung) und Herr Schamberger (DFM Fulda) 

Zum Abschluss zog Herr Hans-Joachim Derra, Leiter der Abteilung Ehrenamt, ein unumschränkt positives Fazit der Veranstaltung. Es wurde ein wichtiger Impuls für die Neuausrichtung und Intensivierung der Beschäftigung mit der Organisationsgeschichte gesetzt.

20.10.06: Wir schwitzen für die zukünftige Ausstellung

Die Stockwerke 4 bis 7 sind vom Bunkermobiliar geräumt, nun beginnen wir mit der Verteilung der Exponate in die vorgesehenen Räume. Wie schwer so ein Feld-OP-Tisch wirklich ist, merkt man erst, wenn man ihn in den fünften Stock getragen hat...



   

  



22.07.06: Die Sammlung ist umgezogen!

Unsere Exponate sind nun atombombensicher im Bunker gelagert! Vor allem Dank der logistischen Unterstützung der Hamburger THW-Ortsverbände Mitte und Wandsbek, die neben helfenden Händen auch zwei LKW und einen Zweiachsanhänger zur Verfügung stellten, ging der Transport schnell und reibungslos von statten. Außerdem waren neben einigen FEZB-Mitgliedern noch Museums-Sympathisanten und Freunde aus den Reihen der Katastrophenschutz-IG, des DRK Haan-Gruiten, des Sirenen-Forums, der Sonderfahrzeug-Erhalter sowie der Hamburger Feuerwehrhistoriker bei dieser Dank des Wetters enorm schweißtreibenden Angelegenheit dabei. 

    

    

    

Mit unserer BVS-FAAST fuhren wir insgesamt fünf Touren über mehrere Tage verteilt, u.a. auch, um die vielen hundert Filmrollen zum Warndienstmuseum/Quickborn zu schaffen, wo sie nun Stück für Stück gesichtet werden.

Auf diesem Wege bedankt sich der Geschäftführer bei allen, die diesen Umzug möglich machten!
 
In naher Zukunft werden noch unter Mitwirkung des THW-OV Hamburg-Nord all die doppelt vorhandenen Exponate aus dem WD-Museum quer durch die Hansestadt in die Bramfelder Straße reisen, und die für das diesjährige IG-Sommertreffen zum Blaulicht-Museum Beuster (Sachsen-Anhalt) verschifften Ausstellungsstücke müssen wieder in den Westen überführt werden. Hierfür haben sich schon Mitglieder des Vereins zur Erhaltung historischer Sonderfahrzeuge bereit erklärt.

15.06.06: Der Bunker wird geräumt

Obwohl viele ihrer Mitglieder durch WM-Einsätze derzeit mehr als ausgelastet sind, unterstützten die zwei Freiwilligen Wehren Berne und Wellingsbüttel sowie der THW-Ortsverband Hamburg-Nord unser Projekt nach Leibeskräften: Im zukünftigen Museumsbunker waren in den Etagen 4, 5 und 6 die Betten und Klappsitze abzubauen und sollten im siebenten Stock eingelagert werden. Hierfür hat der Verein leider noch zu wenige aktive Mitglieder im Hamburger Umland, daher nahmen wir das Unterstützungsangebot dankend an.


Im Vorfeld lösten Vereinsmitglieder tagelang hunderte von Schraubstempeln an Fußböden und Decken. Dank hervorragend eingespielter Teams konnten die Geschosse dann in nur drei Einsatzabenden komplett geräumt werden.

    

  

Herzlichen Dank an alle, die hierfür Ihren Schweiß vergossen haben!

25. - 28.05.06: Das siebente Fahrzeug- und Gerätetreffen der LS-/KatS-IG

Dieses Jahr trafen sich Mitglieder und Sympathisanten der IG für historischen Luft- und Katastrophenschutz auf einem ehemaligen ZV-Grundstück in der Altmark am nordöstlichen Zipfel Sachsen-Anhalts. Werbewirksam wurde unser FEZB-Banner an einer ausgestellten IFA-Drehleiter befestigt - und konnte so wertvolle und weithin sichtbare Hilfe leisten, drohten doch einige Teilnehmer sich im nirgends verzeichneten Niemandsland zu verfahren.


Unser Kino blieb diesmal in Lüneburg, stattdessen brachten wir u.a. Teile der Fahrbaren Zivilschutzausstellung des BVS mit nach Feldneuendorf, ließen in einer der Fahrzeughallen die BVS-Bundeshauptstelle auferstehen und schmückten die Unterkunft mit vielen internationalen Schutz-Plakaten von 1960 sowie einem ZS-Plakatwettbewerb des BzB aus den frühen 70ern. Im Speisesaal dann der DDR-Schwerpunkt: Wir rahmten die Essenden mit ZV-Wandtafeln ein.




Bei den vielfältigen Aktionen beteiligten wir uns mit einer Demonstration der vereinseigenen TS 2/5, die gleich nach ihrem ersten Probelauf seit Jahren zur Baum-Bewässerung eingesetzt wurde.




Ferner bekamen wir für unser Museumsprojekt eine umfangreiche Fernmeldeausstattung, eine funktionstüchtige TWA und seltene TN-Lehrtafeln übergeben. Herzlichen Dank allen Spendern!

 

Alle vier Tage über mussten wir vom FEZB Rede und Antwort über den Museumsbunker und den Stand des Projektes stehen - was wir natürlich nur allzu gern taten. Sehr interessant war aber auch der Austausch mit ehemaligen Verantwortlichen und Ausbildern der örtlichen Zivilverteidigung. Außerdem konnte der Kontakt zum Blaulichtmuseum Beuster ausgebaut werden.

13.05.06: Eine 65 Jahre alte Magirus-TS ergänzt unsere Exponate

Für den Zeitabschnitt von 1900 bis 1945 werden wir eine ´41er Tragkraftspritze des Typs "Goliath III" mit Breuer C4-Motor übernehmen. Die TS überlebte im Rahmen des Behördenselbstschutzes bei der Fachhochschule Hamburg sogar den Jahrtausendwechsel und wurde vor kurzem vom Verein zur Erhaltung historischer Sonderfahrzeuge e.V. in Originalfarbgebung restauriert. 



Laut zeitgenössischer Akten kostete die TS dereinst 3.289,50 RM. Sie besitzt eine Förderleistung von 800 l/min und sieht nach abgeschlossner Restaurierung hervorragend aus.  

10.5.2006: FEZB ist im Radio!

Eine volle Stunde lang interviewten die Moderatoren von Radio ZuSa (steht für Zucker = Uelzen; Salz = Lüneburg) unseren Ersten Vorsitzenden Klinge sowie den Geschäftsführer Braasch zu den Themen FEZB, LS-/KatS-IG als dessen Keimzelle und Museumsprojekt Hamburg. 

Radio ZuSa ist ein nichtkommerzielles Lokalradio für die Region Nord-Ost-Niedersachsen und kann leider nur regional auf den UKW-Frequenzen 88.0, 89.7 und 95.5 empfangen werden. Über das Internet besteht jedoch via Livestream die weltweite Mithörmöglichkeit. Wir werden versuchen, einen Mitschnitt der Sendung zu bekommen, um ihn auf unserer Homepage zu installieren.

26.4. 2006: Wir haben einen Hochbunker für unser Museumsprojekt!

Unser Wunschkandidat: Heute fand die Schlüsselübergabe für den Hochbunker in der Bramfelder Straße 96 statt. In diesem Gebäude werden wir nun hoch motiviert und mit ungebremsten Schub an einem gesamtdeutschen Bevölkerungsschutzmuseum arbeiten.

 









 

Dieser Bunker zeichnet sich vor allem durch seine großzügig dimensionierten Treppenaufgänge sowie durch eine für eine Ausstellung hervorragend geeignete Raumaufteilung aus. Darüber hinaus ist er in einem fast tadellosen baulichen Zustand, und auch die Technik macht einen hervorragend erhaltenen Eindruck.

08.03.06: Bunkerbesichtigungen in Hamburg abgeschlossen

Mit Vertretern der Verwaltung ging es heute durch die Hansestadt auf der Suche nach einem Standort für unser geplantes Museum. Ganz oben auf unserer Wunschliste steht ein Hochbunker - denn wo wäre eine Ausstellung zum Bevölkerungsschutz besser aufgehoben als in einem originalen Schutzbau? Hochbunker haben zusätzlich den Vorteil, weithin sichtbar zu sein, anders als unterirdische Anlagen. Da unsere ortsansässigen Vereinsmitglieder, die beim Aufbau unseres Museumsprojekt am meisten gefordert wären, größtenteils in Hamburgs Osten wohnen, wurde der mögliche Standort auf den Bereich Innenstadt und östlich davon bis zum (Stadt-) Ring 2 eingegrenzt. Unser erster Stopp führte uns daher in den Kuhnsweg nach Winterhude.

Der Bunker ist mit 1.294 Schutzplätzen auf sechs Etagen zwar ausreichend dimensioniert, jedoch - vor allem durch die Bauart der Treppenhäuser - ein wenig zerklüftet. Außerdem kann die Parkplatzsituation als nicht befriedigend bewertet werden.

Nächster Halt: Poßmoorweg, gleich nebenan gelegen. Hier handelt es sich um einen innen sehr großzügig geschnittenen Bunker, der aufgrund seines Flächenmaßes mit nur drei Stockwerken auskommt. Er befindet sich in einem sehr gepflegten Zustand, man könnte vom Fußboden essen. Er wäre unser Favorit, würde er nicht der Stadt Hamburg gehören: Ein enorm großes Grundstück in bester Lage am Goldbekkanal gelegen - wer weiß, wann die Grundstückspreise uns hier wieder vor die Tür setzen?

Die nächste Station der Besichtigungstour behalten wir an dieser Stelle erst einmal für uns in der Hoffnung, daß dieser Schutzbau in absehbarer Zeit unser Zivilschutz-Museum beherbergen wird. Hier stimmt einfach alles: Äußere Größe, innerer Aufbau, Raumaufteilung, Zuschnitt der Treppenhäuser, Parkmöglichkeit hinter dem Gelände, verkehrsgünstige Lage... Hoffen wir das Beste!

Abschließend besichtigten wir noch den Hochbunker in der Süderstraße. Hier behagten uns museumsbedingt allerdings weder die Treppenhäuser mit ihren schmalen Halbtreppenabsätzen, noch die Aufteilung des an sich großen Schutzbaus. Breit sind nur die Flure, von denen unzählige kleine Einzelzellen abgehen.

04. und. 05.2. 2006: FEZB ist Programm-Mitgestalter beim Wintertreffen der KatS-Historiker

Beim Wintertreffen der IG für historischen Luft- und Katastrophenschutz in Hamburg standen knapp 250 Dias der 50er und 60er Jahre aus unserem Fundus im Mittelpunkt des Abendprogramms. Gezeigt wurden vor allem bisher nie veröffentlichte Bilder von Prototypen der ersten Einsatzfahrzeuge von THW und LSHD sowie Ausbildungsdias und solche von Einsatzübungen auf der Trümmerstrecke der ZAB Ahrweiler. Die Dias sorgten vielfach für Erstaunen und oft für Diskussionsstoff.


Am Sonntag stand vormittags ein Besuch im Quickborner Warndienstmuseum unseres Kassenwarts A. Lipski auf dem Programm. Der Umbau der Ausstellung aufgrund der vielen Leihgaben der FEZB-Bundessammlung konnte rechtzeitig abgeschlossen werden und Herr Lipski, der bereits auf mehreren Sommertreffen der IG WD-Ausstellungen präsentierte, führte die zwei Besuchergruppen fachkundig durch seine Räume.

 

Durch das Engagement des FEZB konnten vielen IG-Mitgliedern, die häufig über die Oldtimerei auf die IG stießen, die inneren und äußeren Zusammenhänge des Luft- und Katastrophenschutzes detailliert nähergebracht werden.

 

Das geschah 2005:

 

30. und 31.7.05 FEZB beim Blaulichtmuseum in Beuster (Sachsen-Anhalt)

Während der alljährlichen Woche der offenen Tür am Blaulichtmuseum Beuster stellten wir an zwei Tagen den privaten LS-MKW als Blickfang für den FEZB aufs gut besuchte Gelände

Zusammen mit unseren Fördermitgliedern Ineke Oppelaar und Fritz Gerken bestand die vereinseigene und frisch restaurierte Magirus-TS 05/5 publikumswirksam ihre Feuertaufe und pumpte Unmengen an Wasser zwischen zwei Löschwasserbehältern hin und her.


31.7.05: Die bundeseigene Sammlung ist komplett in Lüneburg

Am letzten Juli-Wochenende fuhr der FEZB-Geschäftsführer mit vier freiwilligen Helfern aus den Reihen des DRK Lüneburg nach Ahrweiler zur AKNZ, um die letzten Stücke der Sammlung nach Lüneburg zu überführen.

Die drei Fahrzeuge (ein 7,5-Tonner und ein Transporter vom DRK sowie die vereinseigene FAAST) wurden unter zusätzlicher Mithilfe dreier Helfer aus dem Dunstkreis von Verein und IG bis auf den letzten Winkel beladen. Nun sind z.B. auch die beiden Rundzelte vom BVS samt ihren kompletten Informationsausstellungen ("Fahrbare Zivilschutzausstellung" FZA), die handgearbeiteten Holzmodelle aus den 50ern zum Ausbildungsgang "Bergung Verschütteter" (THW-Schule Marienthal) und die fünf Sirenen (u.a. eine ´39er Elektror und eine ´38er Siemens mit zwei Motoren) in der angemieteten Halle untergebracht.


Vereinsvorstand und Geschäftsführer bedanken sich im Namen aller Mitglieder vor allem bei den vier hauptamtlichen Mitarbeitern des DRK-Kreisverbandes Lüneburg, die ihr freies Wochenende für die Unterstützung unseres Projektes an den Nagel hängten, und beim Kreisbereitschaftsführer, der spontan zwei Fahrzeuge bereitstellte.

5.-8.5.05: Der FEZB beim Fahrzeug- und Gerätetreffen der IG für historischen Luft- und Katastrophenschutz

Am ersten Maiwochenende traf sich bereits zum dritten Mal in Folge die LS-/KatS-IG an der THW-Bundesschule in Hoya an der Weser. Auf dem Schirrhof fuhren die IG-Mitglieder und einige weitere geladene Gäste über 40 historische Einsatzfahrzeuge und einige Anhänger auf, darunter auch der FEZB seine FAAST und ein Hausdienst-Fahrrad aus dem Regierungsausweichbunker Marienthal. 

Die Waschhalle der BuS wurde zur Außenstelle des geplanten FEZB-Museums umfunktioniert: Hier fand eine sehr umfangreiche Ausstellung zum LS-Veterinärdienst viele interessierte Besucher. Auch die Warndienstausstellung mit ihren mannigfaltigen Schaumodellen und Lehrkarten fand regen Zulauf, ebenso wie die dargestellte Entwicklung der Strahlenspür- und Meßgeräte Westdeutschlands.

An allen Abenden wurde in der schuleigenen Tischlerei der alte Projektor angeworfen und mit 16mm-Filmen aus dem Bundesfundus gefüttert - darunter waren auch ein Portrait der KSB-Außenstelle Hoya aus den 80er Jahren und Versuchsvorführungen in Hoya von Fahrmatten aus dem Jahr 1971. 

Der FEZB konnte sich an diesem Wochenende erstmalig aktiv dem Fachpublikum der IG umfangreich präsentieren. Die Veranstaltung verlief aus unserer Sicht sehr zufriedenstellend, konnten doch einige Anwesende als Fördermitglieder geworben werden.

30.4.05: Tag der offenen Tür an der Landesfeuerwehrschule Hamburg

Eine der ersten Veranstaltungen im Jahr, bei der unser neues Vereinsbanner weithin sichtbar gehißt werden kann, war auch in diesem Jahr wieder der TdoT an der LFS Hamburg. Einige unserer Internetbesucher hatten den Weg auf sich genommen, um uns vor Ort kennen zu lernen und sich über den Förderverein und die bundeseigene Sammlung zu informieren. Aufgrund der "Verstrickung" unseres Mobils, des LS-MKW von erstem Vorsitzendem und Geschäftsführer, in eine historische KatS-Übung, mußte das Ausstellungsmaterial leider recht überschaubar bleiben. Trotzdem kamen interessante Gspräche zustande und konnten neue Fördermitglieder gewonnen werden.

23.04.05: Beteiligung an den Sturmflut-Dreharbeiten wird in der Landeszeitung gewürdigt

Bereits zum zweiten Mal widmet die „Landeszeitung“ aus Lüneburg unserem Treiben ihre Aufmerksamkeit! In der Wochenendbeilage vom 23. und 24. April werden die aufwendigen Dreharbeiten und unsere Hilfe, die wir dem Projekt haben angedeihen lassen, ausführlich beschrieben. LZ-Reporter K. W. Lievenbrück war mit einem Fotografen exklusiv beim Nachtdreh Ende März in Schlutup bei Lübeck dabei und fing die Stimmung während der Aufnahmen sehr gut ein. Außerdem läßt er die monatelangen Vorbereitungen aufleben. Unverhohlen werden in dem Artikel die Lobeshymnen von Requisiteur und Kostümbildnerin auf unsere Vereinsarbeit zitiert, und außerdem kommen auch die Eindrücke des FEZB-Geschäftsführers als THW-Komparse nicht zu kurz.


Woher bekommt man z.B. die Maße der damaligen Sandsäcke oder passende Helferbekleidung, technische Gerätschaften, Aktentaschen? Natürlich aus der FEZB-Geschäftsstelle. Herausgekommen ist ein ganz feiner Publicity-Artikel für unsere Vereinsarbeit! Da wir faktisch aus fast jeder Zeile positiv herausluken, würde es keinen Sinn machen, hier einzelne Zeilen zu zitieren. Wir laden daher alle Interessierten ein, einfach mal den Artikel aufzurufen und auf lesbare Dimensionen zu vergrößern – es lohnt sich!

zum Artikel 


Sobald die genauen Sendetermine bei ARTE, der ARD und in den dritten Programmen feststehen, werden wir auf der Startseite gesondert darauf hinweisen.

15.02.05: Verein unterstützt Buchprojekt

Unter der 70 kg schweren Diasammlung befinden sich auch viele einmalige Aufnahmen von Fahrzeugerprobungen und Prototypen. Mit über 100 dieser Bilder unterstützt der Verein das ehrgeizige Buchprojekt des Bonner FEZB-Mitglieds P. Kupferschmidt, der bereits seit mehreren Jahren für sein zweibändiges Werk über die vom Bund für LSHD, Schwimmbrückendienst und erweiterten KatS beschafften Einsatzfahrzeuge recherchiert.


Borgward-MKW des LS-Musterzuges

GKW-Prototyp für den LSHD
In Verbindung mit den im Fundus vorhandenen Schriftstücken und dem Archiv der IG für historischen Luft- und Katastrophenschutz wird der Verein das Projekt fachlich bis hin zur Veröffentlichung begleiten.

9.2.05: Sturmflut-Verfilmung von NDR und ARTE

Das Filmprojekt des NDR und ARTE nimmt – auch Dank des FEZB – immer konkretere Formen an. Das abendfüllende Fernsehspiel soll einen dokumentarischen Charakter bekommen und sich so nah wie möglich an den tatsächlichen Geschehnissen vom Februar ´62 orientieren. Hierzu fand u.a. auch mehrfach ein intensiver Austausch zwischen der Requisite und den Kostümbildnern der Produktionsfirma CineCentrum mit der FEZB-Geschäftsstelle statt. Der Verein konnte dank vorhandener Farbfotos, Filmberichten und schriftlicher Einsatzzusammenfassungen aller damals beteiligten Organisationen die Recherchen tatkräftig unterstützen. Ferner werden für die Filmaufnahmen einige der Statisten mit THW- und BLSV-Einsatzanzügen aus dem Vereinsfundus eingekleidet. Im Bild sehen wir unsere Filmsternchen D. Westphal, O. Braasch, C. Tiedemann und E. Tonn (v.l.n.r.). Selbstverständlich mit zeitgenössisch korrekt zurückgeschnittenen Haaren unter ihren weißen Schutzhelmen.


05.02.05: Filmabend

Am 5. und 6. Februar fand in der Unterkunft des THW-Ortsverbandes Hamburg-Nord das Wintertreffen der IG für historischen Luft- und Katastrophenschutz statt. Der Förderverein konnte mit einigen historischen 16 mm-Filmen aus dem Sammlungsfundus zum Gelingen der Veranstaltung beitragen. Gezeigt wurden ein Kino-Werbefilm für den LSHD, ein BLSV-Bericht zum ´62er Sturmfluteinsatz, eine Dokumentation des Helfertags 1964 in Hamburg, Einblicke in das Warnamt V aus den frühen 80ern, ´74er Testfahrten mit zwei HRW, ein herrlicher Amateurmitschnitt einer ´61er Schwimmbrückenübung in Hoya und „Schutzbündnis“, der Klassiker des erweiterten Katastrophenschutzes für die ´70er in der Langversion.


Anwesend waren auch alle an den beiden bisherigen Bergungsfahrten nach Ahrweiler beteiligten Helfer.

Aktion „IG hilft Verein auf die Füße“: Außerdem wurden überzählige Schriftstücke aus dem IG-Archiv zugunsten einer FEZB-Anschubfinanzierung an IG-Mitglieder abgegeben. Auf diese Weise konnten die entstandenen Kosten der zweiten Abholfahrt bereits zu zwei Dritteln gedeckt werden.

Das geschah 2004:

13.11.04: Verein bereits vor Gründung Pressethema

Im Zuge des großen Bildberichtes „Die Kultur des Helfens“ in der Wochenendbeilage der „Landeszeitung“ (LK Lüneburg) zum fünften Geburtstag der LS-/KatS-IG wird auch ausführlich auf die bevorstehende Vereinsgründung und den bundeseigenen Zivilschutz-Schatz eingegangen. 



Die Wochenendbeilage erscheint auch in den angegliederten Lokalzeitungen der umliegenden Landkreise. Es heißt dort wie folgt:

(...) Auf soviel Wissen und Engagement um das Thema Zivilschutz wurde auch des "Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe" aufmerksam. Es übergab jetzt seine technische Sammlung, das Schulungsgerät und ein Archiv an die IG. "Eine riesige Sammlung", so Klinge. Daraus entstehen soll ein Museum. Am kommenden Dienstag gründet die IG dazu den "Förderverein zur Erhaltung der Zivilschutzsammlung des Bundes e.V.", denn der Erhalt ist teuer, Sponsoren und Räume müssen gefunden werden. "Wir wollen natürlich, dass das Museum, ebenso wie es der Sitz der IG bereits ist, nach Lüneburg kommt", sagt Klinge.
Die Sammlung umfasst verschiedenste Arbeitsanzüge, Feuerlösch-, Fernmelde- und Atemschutztechnik, Material zur Ausbildung im Veterinärdienst ebenso wie Presseunterlagen, Filme, Diaserien, eine fahrbare Ausbildungsstelle und, und, und... Drei Sattelzüge sind nötig, um das ganze Material aus dem 500 Kilometer entfernten Ahrtal nach Lüneburg zu transportieren. (...)
aus: "Die Kultur des Helfens" von Kai Werner Lievenbrück, in: "Das Magazin der Landeszeitung"/Landeszeitung für die Lüneburger Heide am 13./14.11.2004

Sie sehen die entsprechende Ausgabe hier.

19. bis 22.9.04: Erste Bergungsfahrt lief problemlos

Mit einem sechsköpfigen Spezialistenteam vor Ort bereitete die erste Großaktion, den Schatz zu heben, keine weiteren technischen Probleme. Körperlich ging die Sache allerdings weit über unsere Kräfte hinaus, da ein Großteil der Sammlung in den Kellerräumen der Unterkünfte eingelagert war und der Schatz daher im wahrsten Sinn des Wortes „gehoben“ werden mußte. Dankenswerter Weise wurde neben einem privaten und einem privat finanzierten Fahrzeug auch ein alter I-TruppKW von der THW-Bundesschule Hoya zur Verfügung gestellt.


Das Team des ersten Konvois und seine Laster

Wir konnten bei einem Zwischenstop in Bonn einige Damen und Herren des Bundesamtes, mit denen wir bisher nur telefoniert hatten, persönlich kennen lernen.
Im Hintergrund laufen nach wie vor in Lüneburg die Fäden für eine Fördervereins-Gründung zusammen.